Reisemagazin

Island - Eine Insel mit
beeindruckender Natur

Island - Kleines Land, große Natur

Godafoss Wasserfälle Island Zugegeben, mit einer Durchschnittstemperatur von 13 Grad im August kann Island bei Sonnenhungrigen nicht punkten. Doch kühle Sommer und milde Winter sind nur die meteorologische Umrahmung für ein Land, das wahre Natur-Attraktionen birgt. Obwohl Island mit einer Landfläche von 100.250 km² als Inselstaat nur den zweiten Rang in Europa einnimmt, belegt das Land als Vulkaninsel den weltweit ersten Platz.

Island liegt einsam südlich des nördlichen Polarkreises. Hier gibt es tatsächlich noch etwas zu entdecken. Die Landschaft ist geprägt von großen und kleinen Wasserfällen, von denen einer atemberaubender ist als der andere. Besonders der Norden der Insel bietet eine Vielzahl davon. Am bekanntesten und wohl am beeindruckendsten ist der Goðafoss, der wegen seiner gewaltigen Wassermassen einen göttlichen Anblick bietet. Kein Wunder, dass er deshalb auch "Götterwasserfall" genannt wird.

Und dann die Geysire in Südisland! Wie aus dem Nichts springen die Fontänen im Geothermalgebiet Haukadalur unregelmäßig aus dem Boden. Zuverlässig ist nur der Geysir Strokkur, der etwa alle zehn Minuten ausbricht.

Wer Island bereist, kann natürlich mit einem Leihwagen auf individuelle Erkundungsfahrt gehen. Aber selbst bei einem Tagesausflug – der bei den Nordland-Kreuzfahrten möglich ist – bietet der "Goldene Zirkel" die spektakulärsten Naturereignisse auf einen Blick. Zu den drei beeindruckendsten Attraktionen auf dieser Bus-Strecke gehören neben der ehemaligen Thing-Stätte Pingvellir im gleichnamigen Nationalpark das Geothermalgebiet Haukadalur mit den Geysiren und der blauen Thermalquelle Blesi sowie der Gullfoss-Wasserfall (Goldener Wasserfall), der der Rundstrecke ihren Namen gab.

Pferde in Island Die Touren beginnen in Reykjavik, umfassen etwa 300 Kilometer, die in vier bis fünf Stunden zurückgelegt werden. Es bleibt genügend Zeit, um alle Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen. Und während der Fahrt kann man im Landschaftsbild zahlreiche Schafe und Pferde beobachten, die, abgesehen vom Fisch, seit den ersten Besiedlungstagen zu den Lebensgrundlagen der Isländer zählen.

Wer sich seine Route selbst zusammenstellt, der sollte einen Abstecher in das Hafenstädtchen Húsavik wählen, das am Fuße des vulkanischen Berges Húsavikurfjall liegt. Hier überwinterte um 870 der Entdecker Islands, der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson. Die Insel lässt sich auch auf Wanderwegen erkunden oder mit einer Bootstour durch die Bucht von Reykjavik, wobei man unbedingt einen Blick gen Himmel richten sollte. Denn Island ist für seine Vogelwelt bekannt, deren bekanntester Vertreter der bunte Papageientaucher ist.

Island ist ein freundliches Land, kunst- und kulturinteressiert, die Polizei trägt keine Schusswaffen und einen guten Kaffee bekommt man fast überall. Er ist das Lieblingsgetränk der Inselbewohner.

Die hellen Sommernächte sind lang, die Hauptstadt Reykjavik bietet viel Abwechslung. Ob im Wikingerstil oder modern; für gutes Essen ist gesorgt. Fisch und Schalentiere sind fangfrisch und zum nächtlichen Tanz zieht man durch zahlreiche Tanzbars. So wie die Isländer selbst.